Superzelle trifft mit schwerem Gewitter auf den Sillberg ein

Ertüchtigung des Stellungssystems auf dem Silberg

BISCHOFSWIESEN, Juli 2020: Feucht schwüle Hitze bei absoluter Windstille belastet die Soldaten bei den Restarbeiten im Stellungssystem. Schwere Gewitter sind vorausgesagt. Die Pioniere geben noch einmal alles, um noch vor dem Regen fertig zu werden.

Es ist beeindruckend, was binnen einer Woche geschafft wurde. Aus einem brach liegenden Graben wurde mit vereinten Kräften ein neues Stellungssystem für die Gebirgsjäger geschaffen. Gemeinsam mit Soldaten des Gebirgspionierbataillon 8 und des Gebirgsjägerbataillon 232 haben die Reservisten des Pionierbataillon 905 Unmengen an Geröll und Erde ausgegraben, Sandsäcke gefüllt, das Stellungssystem neu errichtet und verstärkt, Holz- und Schreinerarbeiten durchgeführt und unzählige Schweißpunkte gesetzt.

Doch das Wetter war nicht so gnädig wie gehofft. Noch während der Aufräumarbeiten zogen dunkle Wolken auf und umhüllten rasch das Massiv des Watzmann. In der Ferne kündigten Blitz und Donner das Unheil an. Etwa 40 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit prasselten auf die Männer und Geräte nieder. Geradezu wasserfallartig rissen die Regenmassen Geröll und Schlamm auf die Straße. In dem schwer zugängigen Gelände fuhr sich dabei ein 7to-Kipper beim Abtransport des Materials im schlammigen Bodengrund fest. Das Wasser bereits bis zu den Knien unterbauten die Soldaten mit Holz das Fahrzeug. Mit Hilfe eines weiteren Tonners gelang es dann das Fahrzeug herauszuziehen.

Nass bis auf die Knochen verließen nach getaner Arbeit die zufriedenen Kameraden die Baustelle.

© Video: PiBtl 905 / Marco Dittmer

von Marco Dittmer

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